Kommentar

Leere Hallen

Archivartikel

Alexander Jungert zur nächsten IAA in Frankfurt

Die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt schrumpft, Hallen bleiben leer. Wie Peugeot, Mazda, Volvo und Toyota haben auch andere große Hersteller abgesagt. Die IAA braucht dringend ein anderes Konzept, sonst wird sie immer unwichtiger.

Selbst Autofans interessieren sich mittlerweile für digitale Neuheiten anstatt für Felgen und Spoiler. Dafür gehen sie lieber auf die Spielemesse Gamescom nach Köln, die schon diese Woche läuft. Oder sogar nach Las Vegas zur CES, eine der weltweit größten Fachmessen für Unterhaltungselektronik.

Die Stände auf der IAA verschlingen viele Millionen Euro. Für die Autokonzerne stehen diese Kosten in keinem Verhältnis zum Nutzen. Zumal das Geldverdienen schwieriger geworden ist und gleichzeitig gewaltige Investitionen in Technologien notwendig sind. Den meisten Verbrauchern sind die Neuheiten ohnehin schon bekannt, bevor die IAA überhaupt begonnen hat.

Völlig anders ist es bei der Autoshow in Shanghai (China). Sie platzte dieses Jahr aus allen Nähten. Neue Hersteller zeigten ihre Elektroautos, von denen man vorher kaum etwas gehört hatte. Frankfurt scheint für sie bedeutungslos zu sein. Die Musik der Autowelt spielt mittlerweile in Shanghai. Auch das zeigt die traurige Entwicklung der IAA.