Kommentar

Lohnender Kampf

Matthias Kros über das Mannheimer GE-Gelände

Die produzierende Industrie ist seit jeher das starke Rückgrat der Wirtschaft in Mannheim. Daimler, Roche oder John Deere: Die Liste der Unternehmen mit großen Standorten in der Stadt ist überaus klangvoll. Sie alle bringen echte Wertschöpfung und gut bezahlte Jobs.

Es ist somit nur folgerichtig und legitim, wenn die IG Metall für jeden dieser Industriearbeitsplätze in der Stadt kämpft und sich angesichts eines so gut gelegenen Geländes wie dem von GE für neue Produktionsjobs einsetzt.

Als Interessenten kommen dabei wohl vor allem Unternehmen infrage, die ohnehin schon in der Stadt sind. Daimler mit seiner großen Bus- und Motorenproduktion zum Beispiel könnte schon bald neue Flächen für den Bereich Elektromobilität brauchen. Oder der US-Konzern Caterpillar, der in Mannheim mit seinen Motoren zur Energiegewinnung stetig wächst.

Welche Folgen es haben kann, wenn dann keine geeigneten Flächen vorhanden sind, zeigte sich vor rund zehn Jahren, als der Straßenfertiger Vögele in Mannheim nichts Geeignetes fand und kurzerhand über den Rhein nach Ludwigshafen umzog. Für die Verantwortlichen der Stadt gilt es deshalb, die Aurelis-Pläne genau zu prüfen.