Kommentar

Macht über die Nacht hinaus

Archivartikel

Mannheim.Der neue Nachtbürgermeister wird eine Vollzeitkraft. Eine richtige Entscheidung. Und irgendwie auch ein passendes Wort, denn Kraft ist das, was jetzt in Mannheim gebraucht wird. Das Nachtleben liegt brach. Die Akteure brauchen einen Mediator, einen Netzwerker. Vor allem aber einen Übersetzer für Bürokratisches, der Infos an sie streut. Denn die Krise wird weiter Phasen mit verschiedenen Anforderungen mit sich bringen. Steuersprechstunde oder Vor-Ort-Termin – eine hohe Nachfrage besteht an allem.

Dass vorher noch im Teilzeit-Tandem gearbeitet wird – auch das ist richtig und wichtig. Denn Kontakte sind alles, was zählt. Deswegen ist es gut, dass sie übertragen werden. Kontakte, und damit Netzwerke, bieten schnelle Handlungsfähigkeit. Und sie sind das große Ziel hinter dem ganzen Konstrukt „Nachtbürgermeister“. Was klasse wäre: Wenn der Nachtbürgermeister öfters mal richtig polarisieren würde. Wenn er mal laut ist für die Szene, von der man naturgemäß am Tag nicht so viel hört. Und somit für Mannheim spricht – und eine richtige Anziehungskraft ausübt. Und dabei die Themen dieser faszinierenden und vielfältigen Branche platziert. Über die Szene hinaus. Das muss nicht dauernd sein, aber wenn, dann mit Einzigartigkeit. Sei’s mit einer bunten oder schrillen Aktion oder ein paar frechen Worten. Vom Nachtbürgermeister mal kurz zum Machtbürgermeister. Die Quadratestadt freut’s!

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