Kommentar

Mehr Kontrolle

Archivartikel

Bettina Eschbacher zur Geldanlage mit gutem Gewissen

Was machst du mit deinem Geld? Dieser Frage können sich auch Kleinanleger immer weniger entziehen. Das Bewusstsein für die Verantwortung beim Einsatz des eigenen Geldes ist deutlich gestiegen. Eine möglichst hohe Rendite mag für die Mehrheit der Privatanleger noch immer das Hauptziel sein, aber die soll doch bitte mit möglichst gutem Gewissen erreicht werden. Nur – leicht wird ihnen das nachhaltige Investieren nicht gemacht: Fonds, die sich als sozial, grün oder ethisch verkaufen, können trotzdem noch Aktien problematischer Firmen enthalten – alles eine Frage der Kriterien. Und die sind leider nicht staatlich geprüft und kontrolliert.

Wer also möglichst sicher gehen will mit seiner nachhaltigen Geldanlage, muss tief in die schwierige Materie eintauchen. Das wollen und können viele nicht. Deshalb sind die Pläne der Brüsseler Kommission, EU-weit gültige Standards für nachhaltige Anlagen zu entwickeln, ein richtiger, wenn auch überfälliger Schritt. Das große Ziel aber muss ein in der EU entwickeltes und geprüftes Nachhaltigkeit-Siegel für Investments sein. Das kann ein Mindestmaß an Standards garantieren – fürs gute Gewissen mit möglichst wenig Aufwand.