Kommentar

Merkwürdiges Signal

Archivartikel

Jürgen Berger zur DFB-Nominierung von Sven Ulreich

Es besteht kein Zweifel daran, dass die deutsche Fußball-Nationalelf auf der Torhüter-Position in der Spitze mit Manuel Neuer, Marc-André ter Stegen, Kevin Trapp und Bernd Leno exzellent besetzt ist. Die überraschende Nominierung von Bayerns Ersatzkeeper Sven Ulreich zeigt bei aller Wertschätzung allerdings auch, dass die Auswahl danach schwer wird. Von den wieder für den Europapokal qualifizierten Bundesligisten setzten in der gerade abgelaufenen Saison mit München und Frankfurt lediglich zwei Vereine auf einen deutschen Stamm-Torwart.

Natürlich geht es vor den anstehenden EM-Qualifikationsspielen nur um den „dritten Mann“, natürlich sind Talente wie Alexander Nübel oder Florian Müller bei der U 21 gebunden. Doch Bundestrainer Joachim Löw sollte sich fragen, ob er mit der Ulreich-Nominierung nicht ein falsches Signal sendet. Der Ex-Stuttgarter absolvierte in der vergangenen Runde gerade einmal neun nicht immer fehlerfreie Partien.

Oliver Baumann, der bei der TSG Hoffenheim in den vergangenen drei Jahren zu den absoluten Leistungsträgern zählte, hätte eine Chance in der DFB-Auswahl verdient gehabt.

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