Kommentar

Mitarbeiter einbeziehen

Archivartikel

Alexander Jungert zur Situation bei BASF

Vorstandschef Martin Brudermüller hat seinen ersten Auftritt bei der BASF-Hauptversammlung gut gemeistert. Er ist souverän aufgetreten – und vor allem energiegeladen. Nach einem Übergangsjahr soll es bei BASF wieder besser laufen. Allerdings muss der Konzern aufpassen, dass er sich nicht um sich selbst dreht.

Denn der Ludwigshafener Chemiekonzern ist derzeit eine Großbaustelle: Interne organisatorische Veränderungen, verbunden mit dem Credo, BASF schneller, mutiger, und profitabler zu machen, bindet viele Manager-Kapazitäten. Die Digitalisierung der Anlagen ist in vollem Gange, die Eingliederung der gekauften Saatgut-Sparte von Bayer läuft.

Bei allem darf die Führungsspitze die Mitarbeiter nicht vergessen. Schon jetzt gibt es vermehrt Unruhe, welche Folgen die geänderte Strategie für sie haben wird. Auf der Hauptversammlung versprach Brudermüller, für alle BASF-Beschäftigten „ein besseres Arbeitsumfeld“ für mehr Leistungsfähigkeit und Entscheidungsspielräume zu schaffen. Jetzt muss der Vorstandschef zeigen, dass es ihm ernst ist. Die Belegschaft wird das Management daran messen.