Kommentar

Mitmachen rettet Leben

Viele zweifeln daran, dass die eigene Unterschrift auf einer Postkarte, einem Brief, wirklich etwas ausrichten kann. Wie stark die Kraft der Briefe und Petitionen tatsächlich ist, zeigen die sogenannten Urgent Actions (Dringende Aktionen) von Amnesty International: Sobald die Menschenrechtler von willkürlichen Festnahmen, Folterungen oder Morddrohungen erfahren, rufen sie Mitglieder weltweit auf, sich per Brief, Fax oder E-Mail an den menschenrechtsverletzenden Staat zu wenden – beim Adressaten gehen über Nacht Tausende von Appellschreiben ein. Weil kein Staat international gerne in der Kritik steht, ist diese Papierflut ein wirkungsvolles Werkzeug. 2017 hat es laut Amnesty International 280 solcher Aktionen gegeben, ein Drittel davon hat zu Freilassung, Hafterleichterung oder Abmilderung von Todesurteilen geführt. Es lohnt sich mit einer Unterschrift solche Kampagnen zu unterstützen, die sogar Leben retten können. Je mehr Menschen die Kraft der Briefe erkennen, desto wirkungsvoller sind sie.

 
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