Kommentar

Motor für Innovationen

Alexander Jungert zu alternativen Antrieben bei Lastwagen

Es können noch so viele Güter auf die Schiene verlagert werden – Lastwagen werden nicht von der Straße verschwinden. Wenn Unternehmen wirklich nachhaltig handeln wollen, müssen sie schon in der Logistik anfangen. Deshalb ist es gut, dass Daimler alternative Antriebe auch bei Lastwagen anpackt.

Gerade Elektrolaster könnten dafür sorgen, dass der Lieferverkehr leiser und die Luft in den Städten besser wird. Gleichzeitig ist Klimaschutz ein Treiber für Innovationen – wie in Wörth zu sehen ist. Der pfälzische Standort gewinnt durch die hohen Investitionen in das Entwicklungs- und Versuchszentrum weiter an Bedeutung im weltweiten Produktionsnetzwerk von Daimler. In Wörth werden hochmoderne Technologien entwickelt, die im gesamten Konzern genutzt werden. Zudem entstehen neue Jobs.

Ladesäulen fehlen

Auch der Mannheimer Daimler-Standort macht sich fit für die Zukunft. Von hier sollen die Batteriepakete für das elektrische Modell E-Actros kommen, das der Konzern ab nächstem Jahr in Serie produzieren will. Momentan laufen Testfahrten, um Ladeverhalten, Antriebseigenschaften und Reichweiten der Batterie genauer zu untersuchen.

Dass die Technologie für elektrisch angetriebene Lastwagen eines Tages ausgereift ist, ist das eine. Das andere ist die Infrastruktur zum Laden. Schnellladestationen an Autobahnen und Bundesstraßen für elektrisch angetriebene Lastwagen sind notwendig – in Deutschland und Europa aber noch Mangelware. Jetzt heißt es: Tempo! Sonst bleiben alternativ angetriebene Lastwagen stehen, bevor sie überhaupt recht losgefahren sind.

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