Kommentar

Nicht alles gefallen lassen!

Archivartikel

Christian Rotter zur Kritik der Basketball-Clubs

Neue Spieler müssen integriert werden, am System wird gefeilt: Die Vorbereitungsphase ist im Profisport nicht die Zeit, in der an schönen Ecken dieser Welt bedeutungslose Testspiele veranstaltet werden. Nein, die wichtigen Wochen vor dem Saisonstart dienen den Trainern dazu, aus einer Ansammlung von Individuen eine Einheit zu formen. Fakt ist: Im Sommer werden zwar noch keine Meisterschaften gewonnen – sie können aber bereits verspielt werden.

Insofern ist die Kritik der Basketball-Bundesligisten nachvollziehbar. Es muss ein Umdenken her, die Vereine dürfen sich nicht alles gefallen lassen! Sie bezahlen die Spieler, Trainer und Manager verlieren ihre Arbeitsplätze, wenn der Erfolg ausbleibt.

Jeder denkt nur an sich

Der Schwarze Peter liegt auch nicht bei den nationalen Verbänden. Dass sie die Nationalspieler so früh wie möglich um sich scharen wollen, um bestmöglich vorbereitet in Turniere wie den Supercup mit anschließenden WM-Qualifikationsspielen zu gehen, ist ein logischer Schritt. Der DBB versucht nur, aus den Vorgaben des Weltverbands das Bestmögliche herauszuholen.

Damit alle Parteien dem Rahmenterminplan zustimmen, helfen nun aber keine Schuldzuweisungen. Alle müssen sich an einen Tisch setzen und einen tragbaren Kompromiss finden. Der muss auch die Bedürfnisse der Clubs berücksichtigen.

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