Kommentar

Noch ausbaufähig

Archivartikel

Anke Philipp über die Zahl der Brunnen in der Stadt

Die zunehmende Hitze aufgrund des Klimawandels bekommen vor allem die Städte zu spüren. Das erleben wir in diesen Tagen. Und dabei kommt der Sommer ja noch. Konkret bedeutet dies: Stadtplaner müssen sich neu orientieren, um die Metropolen für höhere Temperaturen zu wappnen. Das heißt: mehr Grün, weniger Beton, mehr Platz, mehr Wasserstellen. Auch Brunnen und Wasserspiele sind da durchaus ein Faktor. Sie sollen erhalten und oder neu errichtet werden, um das Stadtklima zu kühlen.

In dicht bebauten und an Freiräumen armen Stadtteilen, wie der Neckarstadt, können sich viele Familien einen Urlaub vom Hitzestress am Wochenende oder den Besuch im Freibad so einfach mal nicht leisten. Da ist ein Wassergarten viel mehr als schön anzuschauender Schnickschmack; er bedeutet ein wichtiges Stück Lebenraum. Verständlich daher, dass man über Arbeiten an den beliebten Sprudeln ausgerechnet im Hochsommer nicht erfreut ist.

Auch Forderungen von Bewohnern nach mehr Brunnenanlagen in Mannheim, wie zum Beispiel auf dem neuen Quartiersplatz in der östlichen Innenstadt, sind durchaus berechtigt und sollten geprüft werden. Die Stadt Karlsruhe beispielsweise erfrischt ihre Bürger mit 200 Anlagen. Allerdings muss auch berücksichtigt werden: Mit neuen Wasserspielen ist es nicht getan, die Anlagen müssen auch gepflegt und erhalten werden. Das kostet, wie das aktuelle Beispiel zeigt.