Kommentar

Ob das gut geht?

Archivartikel

Thorsten Langscheid über die Arbeiten am Hauptbahnhof

Wollen Bahn, Verkehrsbetriebe und Stadt wirklich mit Baggern, Presslufthämmern, Notbahnsteigen und Behelfsbrücken rund um den Hauptbahnhof ihre Aufwartung zur Bundesgartenschau 2023 machen? Im Januar beantwortete die Stadt diese Frage noch mit einem klaren Nein und kündigte an, sich für eine Verschiebung der Arbeiten starkzumachen. Acht Monate später ist davon nichts mehr übrig, wahrscheinlich wird 2023 sogar der Willy-Brandt-Platz noch teilweise Baustelle sein. Im Rathaus sieht man die geplanten Bauarbeiten heute offenbar gelassener als zu Jahresbeginn.

Für Mannheim-Besucher, die zur Buga 2023 kommen, wird der erste Eindruck am Hauptbahnhof nun leider doch der einer mehr oder weniger großen Baustelle sein. Auch am Wasserturm steht 2023 wahrscheinlich ein Baugerüst. Und von der ehemals zur Buga geplanten Sanierung des Kaiserrings ist im Moment gar keine Rede mehr. Nun kann man ja nicht sagen, dass sich in der Stadt sonst nichts getan hätte: Kunsthalle, Q 6/Q 7, Planken, Kepler- und Glücksteinquartier – Mannheim hat für Besucher auch abseits von Gartenschau und Grünzug einiges zu bieten.

Die Bauarbeiten am Hauptbahnhof hätten aber nicht sein müssen. Man darf schon fragen, ob das alles gut geht: Beim Monnem-Bike-Festival vor zwei Jahren wurde auch auf einer Baustelle gefeiert. Man darf also hoffen, dass das 2023 auch klappt.

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