Kommentar

Ordentliche Delle

Archivartikel

Alexander Jungert zum Quartalsbericht von HeidelbergCement

Vorstandsvorsitzender Dominik von Achten erkennt den Ernst der Lage. Das Ergebnis von HeidelbergCement werde in diesem Jahr wegen der Corona-Krise eine ordentliche Delle bekommen, sagt er. Kein Wunder: In Märkten wie Italien oder Indien ist der Absatz massiv eingebrochen. Fast täglich ändert sich die Lage. Während manche Länder weiter eine restriktive Politik fahren, haben andere Länder bereits ihre Corona-Regeln gelockert. Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr hat von Achten längst zurückgenommen, was den Anlegern natürlich nicht gefällt.

Dafür ist von Achten überzeugt: HeidelbergCement werde die Krise meistern. Wenn die Konjunktur wieder anzieht, rechnet er mit guten Chancen für das Unternehmen, nachhaltig und profitabel zu wachsen. Das kann so sein – muss aber nicht.

Was HeidelbergCement aus eigener Kraft leisten konnte, um sich auf die Krise vorzubereiten, wurde erfüllt. Der Puffer an Liquidität ist beruhigend, und das straffe Kostenmanagement nützt in diesen unruhigen Zeiten bestimmt. Dass der Umzug in die neue Zentrale trotz Corona-Unwägbarkeiten durchgezogen wird, ist ein wichtiges Signal dafür, nach vorn zu schauen. Ordentliche Delle hin oder her.