Kommentar

Platz für eine gute Idee

Archivartikel

Dass die Stadt keine Skatehalle in ihrem (neuen) Grünzug bauen will, mag verständlich sein. Zumal ausgerechnet das Gelände an der Feudenheimer Straße zwar nicht zum Bundesgartenschau-Areal gehört, aber doch für alle Besucher sichtbar irgendwie dazugehört. Die Frage ist nur, warum die Fläche überhaupt als eine Möglichkeit ins Spiel gebracht wurde, wenn ohnehin klar war, dass sie, nachdem die Tankstelle weg ist, frei bleiben soll. Denn so haben sich Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene Hoffnungen gemacht, und der Investor hat – nach Gesprächen vor Ort – Zeit und Geld ins Projekt und einen passenden Architekturentwurf gesteckt.

Aber gut, das Votum ist vor dem Hintergrund einer nachhaltigen Stadtentwicklung vielleicht erwartbar gefallen. So sollte die Energie nun darauf verwendet werden, nach einem alternativen Standort zu suchen und Investor sowie Sportler davon zu überzeugen, dass dies nicht das Ende ist. Denn das Interesse an einer solchen Halle ist ja da – und dürfte über die Grenzen Mannheims hinausreichen. Sowohl Skateboard als auch BMX sind olympische Disziplinen, also gar nicht (mehr) abseitig. Wer Skateboard, BMX-Rad oder Stuntroller fährt, folgt keinem Trend, sondern betreibt Sport. So wie Fußballer, Basketballer und Schwimmer auch, die sowohl draußen als auch drinnen ihre Plätze haben. Als im Rahmen des Beteiligungshaushaltes 2019 über 180 Vorschläge von Bürgern abgestimmt wurde, schaffte es die Skatehalle denn auch auf Anhieb auf die vorderen Plätze. Wobei Geld gar nicht das Thema war, sondern nur ein Platz. Es sollte möglich sein, einen zu finden.

 
Zum Thema