Kommentar

Polizisten sind die Profis

Menschen müssen sich in ihrer Stadt sicher fühlen können, das ist ein wichtiger Aspekt von Lebensqualität. Die Kriminalitätsfurcht hat zuletzt zwar abgenommen – trotzdem hat zum Beispiel beim „MM“-Bürgerbarometer im November immer noch rund jeder Dritte in Mannheim angegeben, dass er sich in seinem Alltag durch Straftaten bedroht fühle. Deshalb ist es gut, dass die Politik das Thema Sicherheit erneut diskutiert. Den städtischen Ordnungsdienst wahlkampfwirksam mit Elektroschockern „hochrüsten“ zu wollen, ist dabei allerdings der falsche Weg. Denn die Aufgabe, für Sicherheit zu sorgen, ist immer noch am besten bei der Polizei aufgehoben.

Das Problem dabei ist, dass der Polizei nicht nur in Mannheim Personal fehlt. Hier muss das Land, das für die Polizei und deren Finanzierung zuständig ist, gegensteuern. Heißt konkret: Genügend Plätze schaffen, damit die benötigten Beamten möglichst schnell ausgebildet werden können, und Geld bereitstellen, um sie anschließend in den Staatsdienst übernehmen zu können. Zumindest einen Anfang dazu hat das Land bereits gemacht. Bei den aktuellen Debatten um Ehrenamtliche bei der Polizei und die Ausstattung von städtischen Ordnungsdiensten darf man nicht vergessen: Genügend und gut ausgebildete Polizisten sind der bessere Garant für Sicherheit.

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