Kommentar

Posse muss ein Ende haben

Archivartikel

Thomas Schrott zur Öffnung des Posttunnels

Es gibt Dinge im Leben, die sind so unglaublich, dass einem fast die Worte fehlen. Dazu zählt die schier unendliche Hängepartie um die Öffnung des Posttunnels. Bereits seit mehr als sechs Jahren sind Deutsche Bahn und Stadtverwaltung in Gesprächen, um eine bestehende Verbindung unter dem Hauptbahnhof wieder zu öffnen. Und nach einer solch langen Zeit ist gerade mal die Vorplanung „größtenteils abgeschlossen“. Hallo, geht es noch? Was ist denn hier so schwierig? Oder wird nur um die Kostenverteilung gepokert? Die Bürger wüssten gerne Näheres, aber leider hält sich die Bahn mit genauen Informationen zurück. Beschämend.

Dabei wäre eine Öffnung des Posttunnels, auf die Ortsbeirat, Hochschule und Berufsschulen seit Jahren drängen, eigentlich auch im Sinne des Unternehmens. Dadurch könnten Studierende und Berufsschüler zum Umstieg vom Auto auf den Zug bewogen werden, weil sie einen kurzen Weg zu den Bahnsteigen haben.

Die neue Prognose zur Tunnelöffnung im Jahr 2023 ist absolut untragbar. Das muss schneller gehen. Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck, die eh einen Beschwerdebrief an Bahnchef Richard Lutz wegen der generellen Situation des Hauptbahnhofs plant, sollte das Thema Posttunnel dringendst aufnehmen. Die Posse muss ein Ende haben.

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