Kommentar

Prinzip Hoffnung

Archivartikel

Die Initiative des Gemeinnützigen Vereins Rheinau war eine tolle Sache. Die Mitglieder der Dachorganisation des Stadtteils nahmen das Angebot denn auch gerne wahr, sich zur Jahresmitte auszutauschen. Nicht zu unterschätzen: Dass man sich endlich wieder getroffen hat, und sei es auch nur mit Maske und Abstand.

Die Stimmung war zwiespältig. Ausgehend vom GVR-Vorstand, war zwar Aufbruchstimmung zu spüren, jetzt endlich wieder etwas zu unternehmen. Aber weiterhin Sorge. Längst redet man über Veranstaltungen Ende 2020 und Anfang 2021, die auf der Kippe stehen könnten.

Über allem hängt die bange Frage, wie es danach weitergeht. Dass man einfach an die Zeit vor dem 15. März wieder anknüpfen kann, als wäre nichts gewesen, ist unrealistisch. Für das Vereinsleben gibt es zwei Szenarien. Das erste: Manche Vereine und Veranstaltungen überstehen das Lockdown-Jahr nicht. Schon jetzt hört man aus Chören, dass (ja zumeist ältere) Aktive sagen: Ein guter Zeitpunkt aufzuhören.

Szenario zwei: Die Corona-Pause zeigt den Menschen, wie wertvoll Vereine und ihre Aktivitäten sind – für jeden Einzelnen und für die Gesellschaft als Ganzes. Und ausgehungert von der veranstaltungslosen Zeit strömen sie danach zu den Vereinen. Dass dieses Szenario eintritt, ist nur zu hoffen. Für uns alle.

 
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