Kommentar

Rat muss sich entscheiden

Archivartikel

Anke Philipp zur Zukunft des Herschelbads

 

Freunde und Förderer, nicht wenige Benutzer und jetzt auch der örtliche SPD-Ortsverein: Sie alle möchten das Herschelbad für Ottonormalbürger erhalten. Das heißt, Schwimmen soll in der Innenstadt auch künftig noch zu zivilen Preisen möglich sein.

Wie sich andere Parteien im Gemeinderat die Zukunft von Mannheims Jugendstil-Ensemble vorstellen, bleibt zurzeit unklar. Die CDU schiebt mit ihrem Antrag den schwarzen Peter Richtung Stadt. Die soll klären, welche Möglichkeiten es für die Räume in der östlichen Innenstadt gibt.

Doch genau dies hat die Kommune über Jahre versucht, mit allen möglichen Investoren und Sachverständigen auszuloten. Ohne greifbares Ergebnis. Jetzt ist man mit dem Bäderkonzept auf einem anderen Weg. Und da kommt der CDU-Antrag ungelegen, weil er das laufende Verfahren unterbricht. Das ist wenig hilfreich, weil man sich im Kreise dreht. Besser wäre, wenn sich die Parteien politisch positionieren würden. Dann wüsste man im Rathaus genau, wo die Reise hingehen sollte. Wellnesstempel für die Region oder Volksbad für Mannheim und die Innenstadt?

Der Gemeinderat muss sich entscheiden, wie viel ihm das einzigartige Bad und das Schwimmen für die Bewohner in der Innenstadt wert ist.