Kommentar

Recht auf Abkühlung

Archivartikel

Die Temperaturen steigen – und das bereits seit Jahren. Trotzdem gibt es auch in Mannheim noch immer keine einheitliche Regel für Hitzefrei an Schulen. Bislang darf jeder Schulleiter in Absprache mit den Eltern selbst entscheiden, ob er seine Schüler früher nach Hause schickt. Weil sich aber die Welt seit 1975 weitergedreht und sich mächtig aufgeheizt hat, ist es nun endlich an der Zeit, eine einheitliche und landesweite Regelung zu schaffen. Eine Vorlage dafür gibt es seit mehr als 44 Jahren vom Kultusministerium, das seine Bekanntmachung zum „Ausfall des Unterrichts an besonders heißen Sommertagen“ auch regelmäßig bei großer Hitze als Empfehlung und Orientierung an die Schulen versendet. Die Kriterien darin sind gut und könnten mit wenig Erweiterungen auch den Schulen genug Spielraum bieten, sich damit zu arrangieren: Hitzefrei gibt es demnach erst, wenn um 10 Uhr morgens die Außentemperatur im Schatten über 25 Grad liegt, Unterrichtsschluss gibt es frühestens nach der vierten Schulstunde. Mit einer einheitlichen Regelung würden nicht mehr nur die einen weiterhin bei 40 Grad büffeln müssen, während die anderen längst im Schwimmbad sitzen dürfen. Eine Abkühlung für alle – ohne wenn und aber. Das wäre cool.

 
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