Kommentar

Respekt und Anerkennung

Rolf Obertreis zur Impfstoff-Arbeit hinter den Kulissen

In Berlin demonstrierten kürzlich wieder Menschen gegen angeblich überzogene Schutzmaßnahmen und die angebliche Beschneidung ihrer Freiheit durch die Pandemie-Auflagen. Es gibt aber auch Menschen, die denken gar nicht ans Demonstrieren. Sie haben dafür keine Zeit. Sie bemühen sich seit Monaten mit großem Engagement darum, zur Bewältigung der Pandemie beizutragen.

Auch am Frankfurter Flughafen, bei Logistik-Konzernen, bei der Lufthansa oder bei Unternehmen, die in der Öffentlichkeit unbekannt sind wie der Transportboxen-Hersteller Va-Q-Tec in Würzburg. Beschäftigte dort leisten Woche für Woche Überstunden, ähnlich wie Ärzte und Pflegekräfte und Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, die an einem Impfstoff arbeiten und weit gekommen sind.

Natürlich engagieren sich diese und viele andere Firmen nicht uneigennützig. Sie wollen und müssen Umsätze erzielen und Gewinne erwirtschaften. Arbeitsplätze müssen gesichert, Investitionen gestemmt werden. Auch diese Verantwortung tragen Manager und Managerinnen.

Und doch ist damit auch ein anerkennenswertes Engagement für die Gesellschaft und die Wirtschaft verbunden und dafür, dass das Leben hoffentlich bald wieder einen weitgehend normalen Lauf nehmen kann. Das verdient Respekt und Anerkennung. Es zeigt auch wieder, wie viel Innovationskraft und Potenzial in deutschen Firmen steckt. Am Ende kommen diese Leistungen auch Corona-Leugnern und -Leugnerinnen zugute.