Kommentar

Richtig und falsch

Archivartikel

Peter W. Ragge über Eingänge und Eintrittskarten

Es wird eine Umgewöhnung nötig, das ist klar: Doch völlig mit Recht modernisieren die Stadtparks ihr Einlass-System. Es entspricht bisher dem Standard der 1970er Jahre. Keine Kartenzahlung, kein Ticketverkauf über das Internet – das geht heute nicht mehr, wenn man in einer Liga wie der Luisenpark spielt, sprich große überregionale Bedeutung hat. Das jetzt gewählte System mag am Anfang fremd wirken, wird aber bei zahlreichen Freizeitparks, Gartenschauen oder Veranstaltungshallen von Besuchern aller Generationen problemlos praktiziert.

Dass dafür der erst 2009 für eine Million Euro komplett umgestaltete Haupteingang schon wieder umgebaut werden muss, ist dabei eine bittere Pille.

Umso vorsichtiger sollte die Stadtpark-Gesellschaft sein, nun einen völlig neuen Eingang an der Ecke Ludwig-Ratzel-Straße/Kolpingstraße zu schaffen. Er liegt an einer sehr stark befahrenen Kreuzung, wo Tempo 50 erlaubt ist, es so gut wie keine Parkplätze, keinen vernünftigen Nahverkehrsanschluss und viel Wohnbebauung gibt. Wer aus Richtung Rosengarten/Wasserturm in den Park will, kann problemlos den Eingang Unterer Luisenpark nutzen. Ihn abzuwerten ist falsch. Lieber sollte man das Geld für den neuen Eingang sparen – und bis 2023 einen am Teehaus, in Richtung neuer Buga, anlegen.