Kommentar

Riesiger Schritt nach vorn

Archivartikel

Corona macht Curevac groß. Das ist nicht zu leugnen. Auch wenn die Forschung an einem Covid-19-Impfstoff nicht das Einzige ist, was die Tübinger Firma macht. Die Pandemie hat dem Unternehmen mächtig in die Karten gespielt und ihm damit eine Bandbreite an Investoren und Kooperationspartnern verschafft. Kredite, Beteiligungen von Staatsseite und damit einhergehende Kapitalerhöhungen, Zusammenarbeit mit Technik-Profis – und jetzt kommt noch ein weltweit führender Pharmakonzern dazu. Der US-amerikanische Börsengang wird damit immer wahrscheinlicher, auch wenn sich Curevac dazu nicht äußern kann. Es ist eine Erfolgsgeschichte, mit der sich die Tübinger sehen lassen können. Ein Erfolg, den die ganze Welt aus dieser Krise mitnehmen kann.

Denn die Impfstoffbranche könnte einen riesigen Schritt nach vorn machen, wenn ein mRNA-basiertes Corona-Mittel auf den Markt kommt. Noch gibt es nämlich keinen Stoff mit dieser Technologie. Dadurch, dass die Entwicklung aber Corona-bedingt ziemlich beschleunigt wird, kann das große Auswirkungen auf die Zukunft der Impfbranche insgesamt haben. Mit dieser fortschrittlichen Technologie können sehr schnell sehr viele Dosen hergestellt werden. Künftige Pandemien würde man damit sicherlich bedeutend schneller in den Griff bekommen.

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