Kommentar

„Satellit“ mit Wert?

Ja, was Parkdirektor Joachim Kötzsch beim Rundgang präsentierte, kann sich sehen lassen. Den engagierten Bürgern, die zuvor in den Workshops ein Zukunftskonzept mitentwickelt hatten, wird zudem vermittelt, dass es die Stadt mit der Beteiligung ernst meint. Darauf lässt sich aufbauen. Denn klar ist auch: Reine Sanierungsmaßnahmen reichen nicht aus, um den beliebten Bürgerpark, Anziehungspunkt für mehr als 100 000 Menschen in der Nachbarschaft, als Lern- und Erlebnisort für das sozial anspruchsvolle Umfeld weiter zu entwickeln. Eine Grüne Schule, die mehr bietet als ein paar Unterrichtseinheiten im Freien, wäre da ein toller Beitrag.

Die jetzt avisierten 1,9 Millionen Euro sind aber zu wenig für eine nachhaltige Aufwertung. Und da stellt sich die Frage nach der Höhe der Finanzmittel aus dem Bundesgartenschau (Buga)-Topf. CDU, Bürgerfraktion und SPD hatten sich 2017 ja darauf verständigt, den Luisenpark mit 15 Millionen Euro zu sanieren und den Herzogenriedpark als „Buga-Satelliten“ in die Gesamtkonzeption mitaufzunehmen. Es ist an der Zeit, die Karten in der Sache vor den Etatberatungen im Winter auf den Tisch zu legen.

 
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