Kommentar

Schlechter Ruf ist unverdient

Archivartikel

Sie sorgen für ein dichtes Dach über dem Kopf und festen Boden unter den Füßen. Dennoch genießen Handwerker und Bauarbeiter längst nicht das Ansehen, das sie verdienen. Dabei geht es um körperliche Schwerstarbeit. Dachdecker und Straßenbauer arbeiten in sommerlicher Hitze und kalter Nässe unter harten Bedingungen. Klar, bei der Arbeit entstehen Dreck und Staub, Hände und Kleidung werden schmutzig. Aber darauf den Job zu reduzieren, ist falsch. Handwerker sind mindestens genauso wichtig wie Architekten. Die haben zwar studiert, können aber ohne Maurer auch kein Haus bauen.

Die Baubranche nimmt alle Schulabsolventen, die mindestens einen Hauptschulabschluss haben, auf. Junge Menschen, denen die Schule nicht lag, haben die Möglichkeit, sich im Handwerk beruflich zu entwickeln. Außerdem verdienen sie schon während der Ausbildung gutes Geld und haben eine solide Jobperspektive. Übrigens, um ein Geschlechterklischee zu widerlegen: Laut Baugewerblichem Verein Hessen schneiden Frauen in den Prüfungen besonders gut ab.

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