Kommentar

Schmerz und Ärger

Stefan Proetel zu der Zahl der Hundebisse

Na klar: 35 Hundebisse bis dato sind 35 Hundebisse zu viel. Und wenn Ende 2018 vermutlich eine höhere Zahl der Vorfälle steht als in den vergangenen Jahren, ist das äußerst bedauerlich. Denn jede dieser Verletzungen ist für die Betroffenen mit Schmerz und Ärger verbunden.

Wohl jeder hatte als Fußgänger, Jogger oder Radfahrer schon unangenehme Erlebnisse mit freilaufenden Hunden. Und ja, es ist furchteinflößend, vor einem knurrenden oder aggressiv bellenden Hund zu stehen. Kaum ein Fußgänger, Jogger, Radfahrer ist ein Hundeflüsterer und schafft es, die Situation mit dem Tier gekonnt zu entschärfen. Und bitte, liebe Frauchen und Herrchen: Ein aus 20 Metern Entfernung sorgloses, manchmal rotzig gerufenes „Der macht nix“ hilft niemandem – im Gegenteil. Trotzdem: In Mannheim gibt es viele Tausend Hundebesitzer, von denen die allermeisten ihr Tier so führen, wie es Mitbürger erwarten dürfen. Die ihren Hund dort angeleint haben, wo es Pflicht ist. Und die ihn so erzogen haben (Stichwort: Hundeführerschein!), dass er auch freilaufend aufs Wort gehorcht. Und: nicht beißt. Genau diese vorbildlichen Besitzer sind aufgefordert, den allzu Sorglosen unter ihresgleichen ins Gewissen zu reden. Denn auch wenige Ignoranten sorgen für ein mieses Image.

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