Kommentar

Schneller informieren

Thorsten Langscheid über die Online-Probleme der Müllabfuhr

Man kennt das ja vom eigenen PC zuhause oder im Büro. Kaum ist ein Software-Update installiert, sieht alles irgendwie anders aus, manche Funktionen scheinen verschwunden zu sein, andere sind hinzugekommen. Im Grunde genommen macht die Müllabfuhr derzeit nichts anderes, als ihre Computer upzudaten. Dagegen ist nun wirklich nichts einzuwenden. Sich darüber aufzuregen, dass die Programme nicht auf Anhieb so funktionieren, wie sie sollen – nun ja, das kann man machen, man kann es aber auch bleibenlassen.

Ärgerlich ist ewas anderes: Anstatt nämlich ganz einfach mitzuteilen, dass es Probleme gibt und dass es ein paar Wochen dauern wird, bis alles wieder rund läuft, lässt man die Bürger erst einmal im Unklaren, wartet ab, ob’s überhaupt einer merkt und ob Beschwerden kommen. Erst dann wird nach und nach erläutert, was schief läuft. Mag also sein, dass die neue Software für die Müllabfuhr-Termine unterm Strich viel „bürgerfreundlicher“ sein wird als die alte. Wirklich bürgerfreundlich wäre aber, wenn man Anfragen und Beschwerden der Menschen nicht auf irgendwelche Telefon-Warteschleifen legen oder im Email-Nirwana verschwinden lassen würde, sondern alles daransetzte, zügig Informationen mit Hand und Fuß zu liefern.

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