Kommentar

Schule neu denken

Bertram Bähr zur neuen Grundschule auf Franklin

Noch ist es nur ein Entwurf, den die Stadt für den Grundschulneubau auf Franklin vorgestellt hat. Aber der ist beeindruckend. Insbesondere die Lernhäuser, die das Architekturbüro konzipiert hat, lassen pädagogisch viel Spielraum. In den vier Bereichen mit seinen jeweils vier Zimmern könnten die ersten bis vierten Klassen separat für sich arbeiten. Aber genauso gut erlaubt die Raumstruktur gemischte, flexible Konzepte oder aber jahrgangsübergreifende Lösungen, wie sie in alternativen Bildungskonzepten üblich sind.

Dass der künftige Leiter offen für Neues ist, hat er jetzt beim Eltern-Informationsabend mehr als deutlich gemacht. Die vergangenen fünf Jahre als Rektor der Internationalen Deutschen Schule in Brüssel hat er „ganz gezielt genutzt, um einen Außenblick auf Schule in Deutschland zu bekommen“. Frei denken und neue Lernmodelle einführen – das habe schon sein bisheriges Berufsleben geprägt. Die vier Lehrerinnen, die an seiner Seite stehen, heben unisono ebenfalls Lernformen hervor, die den individuellen Fähigkeiten und Talenten jedes Kinds Rechnung tragen. Man darf gespannt sein darauf, welches Konzept das Team erarbeitet und umsetzt. Immer lauter wird bundesweit die Forderung, Schule neu zu denken. Warum nicht auf Franklin?

 
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