Kommentar

Schwere neue Welt

Alexander Jungert zum Geschäft von Südzucker

 

Willkommen in der neuen Südzucker-Welt. Ohnehin ist das Mannheimer Unternehmen von einem starken Auf und Ab der Preise abhängig. Jetzt kommt noch der stärkere Wettbewerb hinzu, da die Marktordnung der Europäischen Union ausgelaufen ist. Südzucker bekommt das knallhart zu spüren. Die deutlichen Worte des Managements lassen daran keinen Zweifel.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Südzucker in der Zuckersparte – dem Kerngeschäft – einen Verlust von bis zu 200 Millionen Euro. Schon im vierten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres standen unter dem Strich rote Zahlen. Auf dem Weltmarkt gibt es Überkapazitäten, vor allem Indien produziert massig Zucker. Dadurch rauschen die Preise in die Tiefe.

Es zahlt sich aus, dass sich Südzucker schon seit Jahren breiter aufgestellt hat. Neben Zucker sind die Segmente Frucht, Spezialitäten – dazu gehört die Pizzamarke „Alberto“ – und die Bioethanol-Tochter CropEnergies Teil des Konzerns. Im vergangenen Geschäftsjahr hat vor allem die Fruchtsparte ihren Beitrag geleistet.

Doch seit Sommer 2017 ist es dem Management nicht gelungen, die Erwartungen der Börse zu befriedigen – und mit der Strategie für die neue Zuckerwelt zu überzeugen. Der Aktienkurs ist wieder sehr weit von der 20-Euro-Marke entfernt.

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