Kommentar

Sinnvoller Plan

Archivartikel

Jürgen Berger zur Kaderplanung der TSG Hoffenheim

Nach dem Aus in der Champions League hat die TSG Hoffenheim ihren Plan, den nur für die Bundesliga überdimensionierten Kader zu verkleinern, konsequent umgesetzt – und sich durch die Leihgeschäfte bis Saisonende zudem alle Optionen für die Zukunft offengehalten. Das ist ein schlüssiges Konzept, das auch wirtschaftlich einen Gewinn eingebracht hat.

Hoffnungsträger wie Kevin Akpoguma oder Justin Hoogma bekommen bei ihren neuen Vereinen die für ihre Entwicklung dringend notwendige Spielzeit, die ihnen durch die starke Konkurrenz in Hoffenheim verwehrt geblieben wäre. Unzufriedene Routiniers wie Havard Nordtveit, Steven Zuber und Vinzenco Grifo erhalten die Möglichkeit, sich für eine Rückkehr zu empfehlen.

Im Sommer werden die Karten im Kraichgau ohnehin neu gemischt. Erst dann muss der noch nicht feststehende Nachfolger von Erfolgstrainer Julian Nagelsmann final entscheiden, mit welchen Kräften er den Neustart bei der ambitionierten TSG angehen möchte.

Bis dahin bekommen eigene Talente wie Robin Hack, Christoph Baumgartner oder David Otto sowie Neuzugang Lucas Ribeiro die Chance, sich bei den Profis zu zeigen.

Diese Entscheidung ist für Hoffenheim ein kalkulierbares Risiko. Schließlich hat der noch immer breite Kader durch die Abgänge keinen signifikanten Qualitätsverlust erlitten. Alle Leistungsträger sind weiter an Bord, so dass die internationalen Plätze ein realistisches Ziel bleiben.

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