Kommentar

Sinnvolles Projekt

Archivartikel

Peter W. Ragge befürwortet die Erweiterung

Bislang war es nur eine Idee – intern seit Jahren erwogen, im „MM“ veröffentlicht, aber nicht breit diskutiert. Das ist seit gestern anders. Mit dem klaren Plädoyer von Bürgermeister Michael Grötsch für die Erweiterung des Rosengartens erreicht das Thema nun eine neue Dimension. Es ist in der politischen Debatte angekommen, wird offiziell Teil der Haushaltsberatungen – und vorher des Kommunalwahlkampfes.

Doch groß umstritten war es bisher nicht. Warum auch? Schließlich wird hier keine Freifläche zubetoniert, kein Grün zerstört. Man baut in die Höhe, füllt ohnehin vorhandenen, ungenutzten Luftraum – umweltfreundlicher geht Bauen kaum. Und es geschieht auf eine Weise, die dem Stadtbild nicht schadet, die sensible Jugendstilanlage rund um den Friedrichsplatz überhaupt nicht beschädigt.

Zudem ist der Zeitpunkt günstig. Die Stadt hat – noch – finanziellen Spielraum genug, um gleich mehrere wünschenswerte Projekte zu realisieren. Und da an der Stelle ohnehin Bauarbeiten stattfinden müssen, um Brandschutzauflagen zu erfüllen, wäre es geradezu blöd, nicht die Chance zu nutzen, die Erweiterung gleich mit zu realisieren.

Wenn das bis 2023 – dem Jahr der Bundesgartenschau – klappt, wäre das ein hervorragendes Datum. Schon 1975 hat sich gezeigt, dass die damalige Bundesgartenschau Anlass war, zahlreiche Großkongresse und Parteitage in Mannheim auszurichten. Der Bau des Mozartsaals 1974 wie auch die Verdopplung der Flächen 2007 haben sich beide nachweislich mehr als ausgezahlt. Es wäre also sehr sinnvoll, diese – dann letzte mögliche – Erweiterung jetzt anzugehen.

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