Kommentar

So einfach, so grausam

Archivartikel

In zwei Spielen gegen die vermeintliche Übermannschaft Real Madrid war Bayern München das bessere und aktivere Team, das den Spielrhythmus vorgab, bessere Chancen herausspielte und sich auch nicht von den verletzungsbedingten Rückschlägen irritieren ließ. Deshalb wäre es sicher nicht unverdient gewesen, wenn der deutsche Meister ins Finale der Königsklasse eingezogen wäre.

Doch um tatsächlich um die europäische Krone spielen zu können, darf sich auch eine Top-Elf wie die Bayern nicht solche individuellen Fehler leisten, wie sie Rafinha im Hinspiel und nun Torhüter Sven Ulreich im Rückspiel fabrizierten. Auf diesem Niveau lassen sich solche Patzer kaum ausbügeln, zudem müssen sich die Münchner vorwerfen lassen, zu fahrlässig mit ihren Möglichkeiten umgegangen zu sein. Sicher keine neuen Erkenntnisse – aber so einfach und so grausam kann Fußball eben auch an der absoluten Spitze sein.

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