Kommentar

Sorgen sind berechtigt

Dirk Jansch zum geplanten Grün-betriebshof auf Spinelli

 

Umweltbürgermeisterin Felicitas Kubala wird noch einiges an Überzeugungsarbeit leisten müssen. Aus einem kleinen Grünhof, der ursprünglich für die Bundesgartenschau angelegt werden sollte, ist ein Mammutprojekt geworden, das alle vier vorhandenen Grünbetriebshöfe an einem Standort zentralisiert. Das kam für viele Bewohner vor Ort, aber auch für die Kommunalpolitiker doch überraschend.

Die Vorteile für die Stadt liegen auf der Hand: Mit einem Schlag kann man sich der vier maroden Standorte entledigen und den Betrieb dorthin verlagern, wo künftig im Zuge der Entwicklung der Konversionsflächen mehr zu tun sein wird. Innerbetriebliche Wege entfallen, die Leitung kann statt vom Collini-Center aus direkt vor Ort steuern, außerdem passt die Zusammenlegung ins Gesamtkonzept, denn auch die Bereiche Straßenbetrieb und Stadtreinigung sollen zentral zusammengefasst werden.

Rein betriebswirtschaftlich mag das alles Sinn machen, doch die Argumente der Betroffenen sind berechtigt. Die Bürger wollen gehört und mitgenommen werden. Warum ein zentraler Grünbetriebshof ausgerechnet mitten in ein Wohngebiet gepflanzt werden soll, ist nicht nachvollziehbar. Er wird mit den Neubaugebieten in Käfertal-Süd und am Wingertsbuckel zwangsläufig zur Verschärfung der ohnehin schon hohen Verkehrsbelastung am Aubuckel beitragen. Und auch für Artenschutzbedenken sollte eine Grünen-Bürgermeisterin ein offenes Ohr haben.

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