Kommentar

Spannender Auftakt

Archivartikel

Jürgen Berger zum neuen ATP Cup in Australien

So richtig glücklich mit der Neuorganisation der Team-Wettbewerbe im Profi-Tennis ist aktuell wohl niemand. Die Premiere des neuen Davis-Cup-Formats am Saisonende in Madrid offenbarte jede Menge Defizite – und wurde allein durch Rafael Nadals Glanztaten für Sieger Spanien zumindest halbwegs gerettet. Jetzt steht zu Beginn des Jahres mit dem neuen ATP Cup ein Wettbewerb im Fokus, der den beliebten Hopman Cup – bei dem Männer und Frauen als Mixed-Teams antraten – abgelöst hat. Und wieder gibt es völlig zurecht Kritik, vor allem an der Teilnehmerzahl von 24 Mannschaften. Hinter den Kulissen sollen bereits Gespräche laufen, um beide Formate zu bündeln.

Für die weltbesten Herren ist die Veranstaltung der eigenen Profi-Tour mit Blick auf das erste Grand-Slam-Turnier in Melbourne allerdings durchaus attraktiv. Neben Weltranglistenpunkten erhalten die Stars der Szene eine Antrittsprämie von 220 000 Euro und treffen auf starke Gegner. Aus den Top Ten fehlen lediglich der Italiener Matteo Berrettini und Roger Federer, der nicht so früh in die Saison einsteigen will.

Im deutschen Team steht Alexander Zverev im Mittelpunkt, der den Davis Cup ausgelassen hatte. Der Hamburger, der in diesem Jahr endlich seinen ersten Grand-Slam-Titel gewinnen will, sucht noch einen neuen Trainer. Für den ATP-Cup durfte er sich als Spitzenspieler seinen Teamkapitän auswählen und entschied sich für Boris Becker. Man darf gespannt sein, ob daraus eine längere Zusammenarbeit entsteht.