Kommentar

Starkes Stück

Archivartikel

Dirk Lübke über den Verkauf von Turley und Anwohner-Hoffnung

Aus einer Investition von sechs Millionen Euro in gut drei Jahren 36 Millionen Euro zu machen, das ist selbst im überhitzten Immobilien- und Grundstücksmarkt ein starkes Stück. Turley-Investor Tom Bock hat damit ein unglaubliches Geschäft gemacht. Welche Rolle er künftig mit seiner Rest-Beteiligung von 15 Prozent an den neuen Gesellschaften noch spielt, wird sich erst noch herausstellen müssen.

Das mehrheitliche Sagen auf Baufeld 4 und 5 haben jedenfalls künftig andere, die sich noch in Schweigen über ihre Pläne hüllen. Deren Wortknappheit ist verwunderlich, denn üblicherweise suchen Investoren mit ihren Plänen Öffentlichkeit.

Bedauerlich ist, dass die städtische Gesellschaft MWSP, von der Bock 2015 gekauft hatte, bei diesem Geschäft leer ausgeht. Allem Anschein nach ist bei der MWSP versäumt worden, sich bei einem Weiterverkauf mit Vertragsklauseln abzusichern, um dabei mitreden und mitverdienen zu können.

Für die schon auf Turley wohnenden Menschen wird das Prinzip Hoffnung neu aufgelegt. Hoffnung, dass auf dem Altbestand mit seinen teils wunderbar hergerichteten Kasernengebäuden solche Dinge wie die für 2015 versprochene Parkgarage unter dem Appellplatz und der Straßenbau vorankommen. Und Hoffnung für künftige Bewohner der noch in nackter Erde liegenden Baufelder 4 und 5, dass die neuen Investoren es ernst meinen mit einem lebenswerten Turley.

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