Kommentar

Stimmung dreht sich

Bettina Eschbacher zur BASF und dem Plastikmüll

Wenn BASF-Vorstandschef Martin Brudermüller über Plastikabfälle und die Vermüllung der Meere spricht, vermittelt er glaubwürdig, dass ihm das Thema am Herzen liegt. Und das ist auch richtig. Konzerne haben eine Verantwortung dafür, was mit ihren Produkten passiert.

Deshalb ist die Allianz gegen Plastikmüll auch der richtige Ansatz – um ein weltweites Problem anzugehen, braucht es internationale Partner. Gleichzeitig ist der Ansatz der Allianz vielversprechend, mit erfahrenen Partnern vor Ort leicht umsetzbare Projekte anzuschieben.

Schwierig wird es jedoch, die radikaleren, aber durchaus berechtigten Forderungen von Umweltverbänden zu erfüllen. Das wäre eine kaum vorstellbare Zeitenwende für die BASF. Natürlich spüren Spitzenmanager wie Brudermüller auch, dass es so nicht weitergehen kann. Die Stimmung, die Haltung vieler Menschen, nicht nur in Deutschland, hat sich gedreht. Der Einsatz von Kunststoff wird wegen seiner fürchterlichen Auswirkungen auf die Ozeane immer kritischer gesehen und sogar infrage gestellt.

Darauf muss ein Kunststoffproduzent reagieren, um nicht sein ganzes Geschäftsmodell zu gefährden. Mit kreativen, neuen Konzepten, die aber eine realistische Chance auf Erfolg haben.