Kommentar

Technik birgt auch Risiken

Michael Schwarz fordert mehr Zusammenarbeit im Kampf gegen Autodiebe

Im Kampf gegen Autoschieber ist eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Sicherheitsbehörden innerhalb der EU zwingend nötig, ein effektiver und schneller Austausch unerlässlich. Dabei konnten bereits Ermittlungserfolge erzielt werden. Dies zeigt der Prozess in Karlsruhe, der am Montag begann – und bei dem die Tatverdächtigen gestohlene Luxusautos zerlegt und quer durch Europa gekarrt haben sollen, um sie im Libanon und in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu verkaufen.

Solchen Autoschieberbanden kann nur durch eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit das Handwerk gelegt werden. Dabei ist festzustellen, dass die Banden mit immer professionelleren Mitteln vorgehen. Mithilfe von moderner Technik knacken sie die digitalen Schlüssel. Experten sprechen bei dem sogenannten Keyless-go-System sogar schon von einem Einfallstor für Verbrecher, die damit vor allem Luxuskarossen von BMW, Daimler, Audi, Porsche oder Land Rover klauen. Zudem vermeiden Täter auch, dass sie lautstark eine Scheibe einschlagen müssen – und noch am Tatort für Aufsehen sorgen.

Dies zeigt: Die digitale Technik bringt nicht nur Vorteile, sondern auch erhebliche Risiken.