Kommentar

Umwelt schonen

Peter W. Ragge hofft auf mehr Elektro-Lkw in Städten

Bereits auf der Nutzfahrzeug- IAA in Hannover im Jahr 2016 war am Stand von Mercedes-Benz ein Modell für einen schweren elektrischen Lkw zu sehen. Jetzt, mehr als zwei Jahre später, rollt eines der ersten Exemplare wirklich auf Mannheimer Straßen. Elektroautos setzen sich langsam durch, auch Kleintransporter mit Stromantrieb sind bereits unterwegs – doch dass tonnenschwere Lasten allein mit der Kraft von Batterien fortbewegt werden, ist für die Ingenieure noch eine besondere Herausforderung.

Aber es wird Zeit, dass es klappt. Immer mehr Bürger in immer mehr Großstädten stöhnen über die Schadstoffbelastung der Luft. Diesel-Fahrverbote könnten bald an der Tagesordnung sein. Also muss etwas passieren, müssen die Autohersteller reagieren – wie auch die Kunden.

Ein Weg ist, am Liefer- und Pendelverkehr auf kurzen Strecken anzusetzen. Im innerstädtischen Verkehr mit ständigen Stopps pusten Lkw besonders viele Schadstoffe in die Luft. Genau da lassen sich aber Elektrofahrzeuge einsetzen. Das beginnt bei der Belieferung der Supermärkte, geht über Paket- und Lieferdienste bis hin zur Entsorgung. Allein die Stadt Mannheim betriebt mehr als 500 Dieselfahrzeuge, davon 70 Prozent Lkw. Ob Müllabfuhr, Feuerwehr oder Straßenbau – viele davon könnten mit Strom fahren und so die Umwelt schonen.