Kommentar

Unfähige Besitzer

Michael Schwarz fordert Sachkundenachweis vor Anschaffung von Hunden

 

Die Zahlen bestätigen die Erfahrungen aus dem Alltag: Viele Hundebesitzer haben ihre Tiere nicht im Griff und sollten auf deren Haltung besser verzichten. Dass es in Baden-Württemberg in den vergangenen Jahren immer mehr Angriffe von Vierbeinern auf Passanten gab, sollte nicht einfach unter den Tisch fallen. Es geht hier um die Sicherheit der Menschen - beim Spazierengehen, Joggen, Radfahren oder auch einfach nur bei einem Stadtbummel.

Wer einen Hund anschafft, macht dies aus eigener Entscheidung. Mit dieser haben die Mitbürger nichts zu tun und sollten deswegen auch nicht unter der Unfähigkeit einiger Halter leiden. Greift ein Hund Menschen an, ist meistens weniger beim Tier die Schuld zu suchen. Das Problem befindet sich vielmehr am anderen Ende der Leine.

Die Landestierschutzbeauftragte Julia Stubenbord hat auch deshalb mit ihrer Forderung Recht, schon vor der Anschaffung eines Hundes einen Nachweis der Halter über deren Kenntnisse einzufordern. Nur so kann sichergestellt werden, dass mit den Tieren im Alltag sicher und artgerecht umgegangen wird.

Zudem sollte mit Blick auf die Situation vor Ort auch der Informationsfluss von den Kommunen zum Land verbessert werden. Dies zeigt auch die von der SPD gestellte Parlamentsanfrage. Das Land sollte darüber informiert sein, wie viele Hunde und Kampfhunde in den Kreisen gemeldet sind. Dies ist die Voraussetzung für die Gesetzgebung. Hier ist deutlich mehr Transparenz nötig.

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