Kommentar

Ungemütlicher Herbst

Archivartikel

Jürgen Berger zur Situation beim FC Bayern

Die mahnenden Worte von Karl-Heinz Rummenigge wecken sofort die Erinnerung an die schwere Herbstkrise des FC Bayern vor einem Jahr. Die Botschaft des Münchner Chefs an Trainer Niko Kovac nach dem durchwachsenen Auftritt in Piräus ist daher eindeutig: So kann und darf es nicht weitergehen – sonst kann ganz schnell wieder in den Krisenmodus geschaltet werden.

Die Aufbruchstimmung nach der Tottenham-Gala scheint gefühlt fast schon Lichtjahre entfernt, obwohl die Tabellensituation in der Champions League stimmt. Vor allem die Art und Weise der jüngsten Vorstellungen des Starensembles sorgt für eine erhöhte Alarmstimmung. Der Motor stottert nicht nur ein bisschen. Einzig Dauertorschütze Robert Lewandowski ruft konstant Topniveau ab.

Der krisenerprobte Kovac wird trotz des offensichtlich fehlenden Grundvertrauens nicht in Panik verfallen, doch die Spekulationen um Ralf Rangnick oder Erik ten Hag erleichtern seine Arbeit sicher nicht. Der Kroate hat schon so genügend Probleme zu lösen. Das Thema Thomas Müller brodelt weiter, dazu kommt jetzt mit dem Ausfall von Lucas Hernandez der nächste Abwehr-Schock.

Am Anspruchsdenken ändert sich trotzdem nichts. Der Rekordmeister muss schnell wieder „Bayern-like“ auftreten, wie es Kapitän Manuel Neuer nannte. Ansonsten droht Kovac wieder ein ungemütlicher Herbst.

Zum Thema