Kommentar

Veränderte Ausgangslage

Archivartikel

Jürgen Berger zu den deutsche Basketballern in der NBA

Die neue NBA-Saison bedeutet nach dem Karriere-Ende von Dirk Nowitzki aus deutscher Sicht einen riesigen Einschnitt. Bisher konnten Dennis Schröder, Maxi Kleber, Daniel Theis, Moritz Wagner, Isaiah Hartenstein oder Isaac Bonga im Schatten des Superstars reifen – nun gehört ihnen die gesamte Aufmerksamkeit in der Heimat und damit auch der dazugehörige Druck.

Deshalb wird die neue Spielzeit nicht nur aufgrund der veränderten Machtverhältnisse bei den Top-Teams spannend, sondern auch mit Blick auf die Entwicklung der DBB-Stars. Dabei rückt nach der enttäuschenden Weltmeisterschaft vor allem Schröder in den Fokus. Der Braunschweiger steht in Oklahoma vor einer extrem schwierigen Aufgabe. Sein Team befindet sich im Neuaufbau und auf seiner Position ist mittelfristig Shai Gilgeous-Alexander als Starter vorgesehen, so dass Schröders als heißer Kandidat auf einen Wechsel während der Saison gilt.

Maxi Kleber hat in Dallas dagegen gute Karten, als starker Rollenspieler an der Seite der aufstrebenden Stars Luka Doncic und Kristaps Porzingis den nächsten Karriereschritt zu machen. Das gilt auch für Wagner und Bonga, die bei den schwachen Washington Wizards ein gutes Umfeld haben. Theis wird bei den Boston Celtics um jede Minute kämpfen müssen. Hartenstein befindet sich bei Titelaspirant Houston in einer Sackgasse.

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