Kommentar

Verzeihbarer Ausrutscher

Jürgen Berger zur Situation von Thomas Tuchel

Thomas Tuchel muss bei Paris St. Germain mit Blick auf die ehrgeizigen Ziele des Scheichclubs in der Champions League das große Ganze im Auge behalten – und vor allem die Stars wie Neymar, Edinson Cavani oder Kylian Mbappé bei Laune halten. Bisher gelingt das dem deutschen Trainer hervorragend. Daran ändert auch das peinliche Aus im Ligapokal nichts.

Das Abschneiden in diesem Wettbewerb hat keine Auswirkung auf die abschließende Beurteilung von Tuchels Arbeit, der sich durch das souveräne und konsequente Auftreten während der kurzen Krise in der Königsklassen-Vorrunde einen kleinen Bonus bei der Clubspitze erarbeiten konnte. Der 45-Jährige, dessen Team in der französischen Liga ungeschlagen an der Spitze thront, genießt das Vertrauen.

Allerdings muss Tuchel nun die richtigen Schlüsse aus dem unerwarteten K.o. ziehen. Halbherzige Auftritte seiner Weltauswahl darf er mit Blick auf das Champions-League-Achtelfinale gegen Manchester United in vier Wochen nicht tolerieren. Zu schmal ist der Grat, auf dem er mit viel Gefühl für Gegenwind balancieren muss.