Kommentar

Viel mehr als ein Hobby

Archivartikel

Peter W. Ragge zur Bedeutung der freiwilligen Helfer

Bis Mitternacht dürfen sie mit ihren Partnerinnen und Partnern auf den Gerätehäusern feiern – ohne Alkohol. Aber kurz nach Mitternacht ist der Spaß vorbei. Und nach knapp drei Stunden kommen viele verschwitzt und müde zurück, müssen dann noch die Fahrzeuge mit neuem Gerät bestücken. So sieht Silvester für viele Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr aus.

Daran sieht man: Es ist schon ein ganz besonderes Hobby, das diese Frauen und Männer da ausüben – mit gewaltigen Anforderungen, hoher Verantwortung, enormem Einsatz und als völlig unverzichtbare Unterstützung für die Berufsfeuerwehr und die Sicherheit ihrer Mitbürger. Das gilt nicht allein für den Jahreswechsel, sondern für viele Einsätze das ganze Jahr über.

Gerade mal 105 Euro bekommen Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr als Ausgleich für alle Fahrten zu Übungen, Dienste und Einsätze – pro Jahr. Die Silvesternacht hat einmal mehr gezeigt, dass es gut war, dass der Gemeinderat bei den Etatberatungen beschlossen hat, die Aufwandsentschädigung wenigstens etwas zu erhöhen. 15 000 Euro mehr stehen 2020 zur Verfügung, zu verteilen unter 300 Ehrenamtlichen. Das ist nicht viel.