Kommentar

Vor dem Stresstest

Archivartikel

Stefan Skolik zur schwierigen Situation in Dortmund

Keine Frage, das Revierderby am Samstag bei Schalke 04 wird zur harten Belastungsprobe für Borussia Dortmund und Trainer Lucien Favre. Schon lange ist der Schweizer beim BVB nicht mehr unumstritten, die Niederlage bei Inter Mailand spitzt die schwarz-gelbe Krisenlage weiter zu. Erstmals seit langem wieder mit einer Dreierkette und mit Julian Brandt als Mittelstürmer hatte es Favre in Mailand versucht – Ziel war es, kompakt zu stehen und nach hinten noch besser absichern zu können. Doch das Fehlen der beiden besten Torschützen, Marco Reus und Paco Alcácer, war nicht zu kompensieren, zudem ging der Brandt-Plan offensiv nicht auf – und Favres Taktikkniff endete in der Niederlage.

Ein weiterer Tiefschlag für das Dortmunder Gemüt – das ohnehin arg angeknackst ist. Das zeigt alleine die Tatsache, dass bei den Westfalen schon gerüchteweise über Jose Mourinho als Favre-Nachfolger gesprochen worden sein soll. Aberwitzig. Dabei liegt eine Ursache für die Dortmunder Krise eher darin, dass im Sommer nicht optimal Personal für das Sturmzentrum verpflichtet wurde. Das muss der BVB im Winter dringend nachholen, um den Stresstest in Königsklasse und Bundesliga zu bestehen.