Kommentar

Vorne mit dabei

Alexander Jungert zum Geschäft von Roche.

Der Mannheimer Standort von Roche wächst seit Jahren. Nie rasant, dafür kontinuierlich. Wenn es so weiter geht, hat Roche sogar die Chance, Daimler als größten Arbeitgeber der Stadt zu überholen.

Im konzerninternen Wettbewerb um Investitionen ist Mannheim stets vorne mit dabei. Das zeigt: Für Biotechnologie und Pharma ist die Region ein hoch attraktiver Standort. Forschung und Entwicklung treiben das Wachstum an. Roche in Mannheim ist an der gesamten Wertschöpfungskette des Konzerns beteiligt. Das wirkt – wie jetzt beim Erfolg eines Medikaments gegen Multiple Sklerose –, doppelt: In gesundheitlicher Hinsicht bei Patienten, in wirtschaftlicher bei Roche. Dabei muss man bedenken, dass die Entwicklung neuer Medikamente voller Risiken steckt und viele Millionen Euro verschlingt. Erfolg ist nicht garantiert.

Von Unternehmen aus der Region gab es zuletzt eher schlechte Nachrichten. Südzucker fährt einen harten Sparkurs, Jobs in der Mannheimer Zentrale, aber auch in Fabriken nahe Worms und Heilbronn sind gefährdet. Bei General Electric (GE) in Mannheim läuft ein massiver Stellenabbau, Elektrotechnik-Konzern ABB hat einen Einstellungsstopp verhängt. Da stechen die guten Nachrichten von Roche umso mehr heraus.

 
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