Kommentar

Vorsicht ist geboten

Archivartikel

Michael Schwarz über die Ausrufung der zweiten Warnstufe

Mit dem Erreichen der zweiten Corona-Pandemiestufe verschärft Grün-Schwarz jetzt den Ton. Mit Appellen soll die Bevölkerung dazu gebracht werden, sich ab sofort wieder besser an Abstands- und Hygieneregeln zu halten.

In den vergangenen Monaten hat die Disziplin auch bei vielen derjenigen nachgelassen, die den Pandemie-Kurs von Bund und Land grundsätzlich mittragen. Zu einer gewissen Corona-Müdigkeit kamen dann noch viele infizierte Reiserückkehrer hinzu. Unter dem Strich führte dies dazu, dass sich die Situation – auch im Südwesten – wieder zugespitzt hat.

Damit ist jetzt der Fall eingetreten, der schon vor den Sommerferien prognostiziert wurde. Allerdings bleibt es zunächst überwiegend bei Worten. So will das Land lediglich die Einhaltung der Corona-Regeln umfassender kontrollieren.

Eine Herausforderung werden jedoch die Überprüfungen der Kontaktlisten in Restaurants, mit denen in vielen Lokalen eher stiefmütterlich umgegangen wird. Hier sieht der Gaststättenverband schon die Inhaber an den Pranger gestellt.

Hält der Leichtsinn weiter Einzug, droht ein böses Erwachen. Ein zweiter Lockdown hätte – neben den gesundheitlichen Risiken – auch dramatische wirtschaftliche Folgen. Und klar ist: Der Staat kann kein zweites Mal Milliarden-Rettungspakete für alle Gesellschaftsbereiche schnüren.

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