Kommentar

Wachsender Markt

Archivartikel

Steffen Mack zu einem Cannabidiol-Geschäft in Feudenheim

Die Feudenheimer Hauptstraße, das lässt sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sagen, wird die Eröffnung eines Cannabidiol-Ladens unbeschadet überstehen. Ob man das neue Angebot indes als Bereicherung empfindet, muss jeder selbst beurteilen. Manche schwören auf das Hanf-Extrakt als Beruhigungsmittel, andere halten es für esoterischen Quatsch. Die Geschmäcker sind nun mal verschieden. Schädlich, da sind sich Experten relativ einig, soll das recht neue Präparat jedenfalls nicht sein.

Dass es einen wachsenden Markt dafür gibt, ist ebenfalls unstrittig. Online ist die Nachfrage gewaltig, auch manche Supermarkt- oder Drogeriekette handelt bereits damit. Wenn so neue Kunden nach Feudenheim gelockt werden, profitieren davon vielleicht auch andere Händler. Ein leerstehender Laden, wie derzeit, macht die Hauptstraße viel unattraktiver.

Einen Großaufmarsch der Kiffer und Partygänger muss jedoch keiner befürchten. Denen geht es um die berauschende Wirkung, und die hat dieses Mittel nicht. Einen solchen – wenn auch etwas abgeschwächten – Effekt erhoffen sich manche nur von den Blüten, die Marihuana äußerlich stark ähneln. Die aber will der Inhaber, aus Sorge vor strafrechtlichen Schwierigkeiten, nicht ins Angebot nehmen. Ein weiser Entschluss, wie die Razzien in dem mittlerweile geschlossenen Geschäft in G 7 zeigten. Hier müssen nun Richter entscheiden, was erlaubt ist und was nicht. Oder, besser noch, der Gesetzgeber.

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