Kommentar

Weichen frühzeitig stellen

Kein Stadtpolitiker und wohl auch kein Neubürger von Franklin hat erwartet, dass mit dem ersten Bewohner im neuen Wohnquartier die soziale Infrastruktur komplett vorhanden ist. Und es steht auch außer Frage, dass der Zuzug auf Franklin erfreulicherweise weitaus schneller vonstatten geht, als dies vorherzusehen war. Die Stadt muss sich trotzdem den Vorwurf gefallen lassen, warum sie die Planung für den Neubau einer Grundschule, die für ein Gebiet mit 9300 Einwohnern zwingend erforderlich ist, erst jetzt aufs Gleis setzt. Dadurch werden Eltern und Schülern vier Jahre lang Zwischenlösungen zugemutet.

Die frühere Elementary School stand von Anfang an mit voll ausgestatten Unterrichtsräumen zur Verfügung. Diese könnten schon längst genutzt werden. Stattdessen müssen die Schüler nun in der Käfertalschule enger zusammenrücken. Das sorgt vor Ort verständlicherweise für Verdruss. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, dass die Weichen für zukünftige Projekte, beispielsweise die Grundschule auf Spinelli, Sportstätten oder Jugendtreffs, frühzeitig gestellt werden. Vor allem der Planung für den Neubau der Geschwister-Scholl-Schulen muss ein Gesamtkonzept weiterführende Schulen in der Stadt zugrunde liegen.

 
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