Kommentar

Wichtiges Signal

Archivartikel

Tatjana Junker zum Mannheimer John-Deere-Werk

Der Traktorenhersteller John Deere bekennt sich langfristig zum Werk in Mannheim und verlagert Produktion von den USA auf den Lindenhof: Für den Industriestandort Mannheim ist das eine äußerst wohltuende Nachricht – und sie kommt genau zur richtigen Zeit. Schließlich hat vor allem der schrittweise Niedergang von GE in Mannheim der Stadt zuletzt schwer zugesetzt: Vor rund zwei Jahren gingen mit der Schließung der traditionsreichen Turbinenfabrik rund 1000 Industrie-Arbeitsplätze verloren. Und seit wenigen Wochen ist bekannt, dass noch weitere Stellen abgebaut werden.

Auch dass der Straßenbaumaschinenhersteller Vögele, der inzwischen zu John Deere gehört, vor knapp zehn Jahren mit rund 800 Mitarbeitern nach Ludwigshafen abwanderte, ist in Mannheim in schmerzlicher Erinnerung geblieben. Das Unternehmen wollte damals ein neues Werk bauen und hatte hier keinen geeigneten Standort gefunden. Umso erfreulicher ist es, dass sich John Deere, Stadt und Gewerkschaft nun frühzeitig zusammengesetzt haben, um gemeinsam Zukunftsperspektiven zu erarbeiten.

Der Traktorenbauer hat in Mannheim nicht nur eine lange Tradition, sondern steht auch für mehr als 3000 qualifizierte und tariflich bezahlte Arbeitsplätze – die es mit aller Kraft zu halten gilt.

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