Kommentar

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Archivartikel

Jürgen Berger zur Situation des FC Bayern

Mit dem 7:2 bei Vorjahresfinalist Tottenham Hotspurs ist dem FC Bayern der lange herbeigesehnte Paukenschlag auf der internationalen Bühne gelungen. Der deutsche Rekordmeister hat ein klares Signal an die Konkurrenz gesendet und bewiesen, welch großes Potenzial in dieser Mannschaft mit Philippe Coutinho als Taktgeber schlummert.

Die Münchner, bei denen Trainer Niko Kovac den richtigen Offensivplan gefunden hat, hoffen nun, dass dieser Sieg zum Aha-Erlebnis wird – zum Brustlöser, der das Zusammenwachsen des neuen Teams weiter beschleunigt und zusätzliche Kräfte mobilisiert.

Die für diesen Prozess nötige realistische Situationseinschätzung ist vorhanden. Die Bayern-Profis sprachen offen über die Defizite im Abwehrverhalten gegen ein Hotspurs-Team, das in der Premier League einen holprigen Start hingelegt hat.

Jetzt wollen die Münchner mit einem überzeugenden Heimsieg über die TSG Hoffenheim auch in der Bundesliga ihre Stärke demonstrieren. Der Zeitpunkt vor der Länderspielpause wäre perfekt. Die Verfolger aus Leipzig (in Leverkusen) und Dortmund (in Freiburg) stehen vor unangenehmen Auswärtsaufgaben.

Hoffenheim erwartet in München die schwerstmögliche Aufgabe, um Selbstvertrauen zurückzugewinnen. Angesichts des misslungenen Saisonstarts wäre ein mutiger Auftritt – unabhängig vom Ergebnis – ein enorm wichtiges Zeichen für die Zukunft.