Kommentar

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg

Ulrike Bäuerlein ist für ein Umdenken beim Verkehr

Autokolonnen, abgasbelastete Luft, Verkehrslärm, Parkplatznöte – an Gründen, warum eine Mobilitätswende dringend nötig ist, fehlt es auch im Autoland Baden-Württemberg nicht. Unter dem Autoverkehr leiden nicht nur die Menschen in den staugeplagten Großstädten, sondern Einwohner aller Kommunen, in denen in den vergangenen Jahrzehnten Stadtplanung unter der Maxime einer „autogerechten Stadt“ stattgefunden hat.

Vielerorts hat man sich bereits auf den Weg gemacht, um Städte wieder menschengerechter und lebenswerter zu machen. Dazu gehört zwangsläufig, den Autoverkehr konsequent zurückzudrängen, den öffentlichen Raum neu aufzuteilen und andere Verkehrsformen zu stärken. Nur wer taugliche Alternativen hat, ist auch davon zu überzeugen, das Auto stehenzulassen.

Einen solchen Paradigmenwechsel durchzuziehen, erfordert Mut. Die Widerstände sind groß. Damit eine Verkehrswende erfolgreich ist und von einer Mehrheit mitgetragen wird, braucht es neben konsequentem Verwaltungshandeln auch Transparenz und den Dialog mit allen Beteiligten. Aber Beispiele von München bis Paris zeigen: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Es kann funktionieren.

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