Kommentar

Zeichen der Hoffnung

Alexander Müller zu den Aussichten an der Bundesliga-Spitze

Der immer für einen flotten Spruch gute frühere Profi Ansgar Brinkmann macht sich schon Sorgen um unsere Jugend: „Kinder, die in diesem Sommer eingeschult werden, kennen nur den FC Bayern als Meister.“ Das stimmt, und an diesem Zustand etwas zu ändern, liegt an den Clubs, die sich als Herausforderer des Abo-Champions aus München verstehen. Es gibt leise Zeichen der Hoffnung, dass die Langeweile in der kommenden Saison ein Ende haben könnte.

Die Bayern wirkten gerade gegen Ende der vergangenen Spielzeit wie ein Team, das über seinen Zenit weit hinaus ist – und die Verstärkungen, die der Rekordmeister mit Neu-Trainer Niko Kovac an Land zog, sind auch nicht gerade furchteinflößend. In einem Spiel, das hat zuletzt Eintracht Frankfurt im Pokalfinale demonstriert, sind die Münchner wieder schlagbar.

Das führt dazu, dass der in den vergangenen Jahren geradezu lähmend wirkende Respekt bei der Konkurrenz schwindet: Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann redet offen vom Titel als möglichem Ziel, bei Schalke und Leverkusen hat erfolgsverheißende Kontinuität Einzug gehalten – und in Dortmund finden sie ganz offensichtlich gerade auf den Weg zurück, der den BVB zu Klopps Zeiten zum Meister und Double-Gewinner machte.

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